Winterreise - Der ganze Zyklus

- - Forum (Großer Saal)

Foto: Theater Hagen/Klaus Lefebvre

Foto: Theater Hagen/Klaus Lefebvre

Gefördert durch

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Eine szenische Aufführung der Schubert-Lieder
 

Theater Hagen

Inszenierung: Francis Hüsers; Musikalische Leitung: Dan K. Kurland

Bühne: Uwe Mingo; Kostüme: Christiane Luz

Das männliche Ich: Kenneth Mattice; Das weibliche Ich: Lucia Schulz; Klavier: Dan K. Kurland / N.N.

 

Ein Mann im Winter draußen in der Natur. Schnee, Eis, Kälte, Wind, ein gefrorener Fluss, eine Krähe illustrieren seine Gefühle von Trauer, Wut und Schmerz, seine Einsamkeit, seine Resignation. Franz Schuberts „Winterreise“, 1827 auf romantische Gedichte (z.B. „Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum“) des Dichters Wilhelm Müller (1794-1827) komponiert, erzählt neben dem existentiellen Schmerzen des Menschengeschlechts auch von einem Beziehungs- bzw. Trennungskonflikt. Die Hagener Inszenierung schildert dabei mit Texten von Ingeborg Bachmann (1926-1973), die zwischen Schuberts Liedern Raum finden, auch die Sichtweise der Frau auf das Erlebte.  


Zwei Dichtungen, die im Abstand von 130 Jahren entstanden, fügen sich auf verblüffende Weise ineinander und schaffen einen Dialog, der das Publikum bewegt. Das Bedürfnis nach Nähe, das Begehren, Fragen nach Individualität und dem „richtigen“ Leben, Projektionen und Illusionen sind Themen der Texte. Vorgetragen voller Hingabe und ausgelöst von einer verzweifelten Sehnsucht nach Liebe, werden sie erhöht durch Franz Schuberts Musik. Seine Liedkomposition gilt bis heute als einzigartig durch ihre vollkommene Empathie – „in Musik gekleidete Gedanken“, nannte sie der Zeitgenosse und Sänger Johann Michael Vogl. 

 

Am Theater Hagen hat Intendant Francis Hüsers das Werk als faszinierende szenische Begegnung eines männlichen Ich mit einem weiblichen Gegenüber auf die Bühne gebracht. Da die stimmungsvolle Inszenierung trotz pandemiebedingter Verschiebungen nicht in der Spielzeit 2020/21 stattfinden konnte, kommt sie nun zur Winterzeit 2021 ins Forum.
 

Vorstellungsdauer: ca. 150 Min. inkl. Pause; Pause: ca. 18:50 Uhr.

 

***Bitte beachten: Inhaber von Karten für die ursprünglichen Termine, 17.12.20 bzw. 09.02.21, können diese für die Vorstellung am 21.11.2021 (18:00 Uhr) einsetzen. ***