Eventdetail

Vögel

- - Forum (Großer Saal)

Foto: Volker Beushausen

Foto: Volker Beushausen

Plakatmotiv: Westfälisches Landestheater, Grafik: Timo Hummel

Vorbehaltlich der Förderung durch das

Schauspiel von Wajdi Mouawad

Historische Beratung: Natalie Zemon Davis; aus dem Französischen von Uli Menke

 

Westfälisches Landestheater

INSZENIERUNG: Gert Becker, AUSSTATTUNG: Elke König, DRAMATURGIE: Christian Scholze

Mit WAHIDA: Simone Schuster, EITAN: Tobias Schwieger, DAVID: Mario Thomanek, NORAH: Kathrin Marén Enders, ETGAR: Guido Thurk, LEAH KIMHI: Gabriele Brüning, EDEN: Franziska Ferrari, HASAN AL WAZZAN, RABBINER, ARZT: Mike Kühne

 

Wir laden Sie herzlich ein zum Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung mit WLT-Dramaturg Christian Scholze.

Dauer der Vorstellung ca. 105 Min. o. Pause.

 

In einer New Yorker Universitätsbibliothek lernen sich Eitan und Wahida kennen und lieben. Eitan ist deutscher Jude aus Berlin, studiert Genetik und bezirzt seine Sitznachbarin mit schwindelerregenden Wahrscheinlichkeitsrechnungen über das Leben und die Liebe. Wahida ist Amerikanerin arabischer Herkunft und schreibt ihre Doktorarbeit. Eitans Vater verweigert allerdings der Beziehung seines Sohns mit einer „Araberin“ den Segen. Wahida und Eitan wollen nur der Last des familiären und historischen Erbes entfliehen - und werden dennoch davon eingeholt. Denn als Eitan Wahida auf eine Forschungsreise nach Israel begleitet, wird er bei einem Terroranschlag schwer verletzt. Mit dem Krankenbesuch seiner Eltern und Großeltern kehren auch die alten Konflikte zurück: Fragen nach religiöser, kultureller, nationaler Zugehörigkeit, die wie ein Schwarm Unglücksvögel über Familie und Gesellschaft kreisen …

 

„Vögel“ ist eines der zurzeit meistgespielten Stücke auf deutschen Bühnen, am 5. Februar hat das Westfälishce landestheater dieses berührende Schauspiel in der Regie von Gert Becker, der auch „Drachenläufer“ inszenierte, auf die Bühne gebracht. Wie kein Zweiter versteht es der im Libanon geborene und in Paris lebende kanadische Autor Wajdi Mouawad die ewigen Themen kultureller Gegensätze so in seinen Theaterstücken zu verdichten, dass sich kein Zuschauer der emotionalen Wucht entziehen kann. Dabei gelingt es dem großartigen Schriftsteller immer wieder, das Publikum mit einem Gefühl von Trost und Hoffnung auftauchen zu lassen. Eine Erfahrung, auf die man nicht verzichten sollte ...

 

Hier, von der Website des Theaters, ein Einführungsvortrag in das Stück von WLT-Chefdramaturg Christian Scholze.