Eventdetail

Vögel

- - Forum (Großer Saal)

Plakatmotiv: Westfälisches Landestheater, Grafik: Timo Hummel

Vorbehaltlich der Förderung durch das

Schauspiel von Wajdi Mouawad

Historische Beratung: Natalie Zemon Davis; aus dem Französischen von Uli Menke

 

Westfälisches Landestheater

Inszenierung: Gert Becker

 

In einer New Yorker Universitätsbibliothek lernen sich Eitan und Wahida kennen und lieben. Eitan ist deutscher Jude aus Berlin, studiert Genetik und bezirzt seine Sitznachbarin mit schwindelerregenden Wahrscheinlichkeitsrechnungen über das Leben und die Liebe. Wahida ist Amerikanerin arabischer Herkunft und schreibt ihre Doktorarbeit. Eitans Vater verweigert allerdings der Beziehung seines Sohns mit einer „Araberin“ den Segen. Wahida und Eitan wollen nur der Last des familiären und historischen Erbes entfliehen - und werden dennoch davon eingeholt. Denn als Eitan Wahida auf eine Forschungsreise nach Israel begleitet, wird er bei einem Terroranschlag schwer verletzt. Mit dem Krankenbesuch seiner Eltern und Großeltern kehren auch die alten Konflikte zurück: Fragen nach religiöser, kultureller, nationaler Zugehörigkeit, die wie ein Schwarm Unglücksvögel über Familie und Gesellschaft kreisen …

 

„Vögel“ ist eines der zurzeit meistgespielten Stücke auf deutschen Bühnen und wird nun in der Regie von Gert Becker, der auch „Drachenläufer“ inszenierte, am Westfälische Landestheater auf die Bühne gebracht. Wie kein Zweiter versteht es der im Libanon geborene und in Paris lebende kanadische Autor die ewigen Themen kultureller Gegensätze so in seinen Theaterstücken zu verdichten, dass sich kein Zuschauer der emotionalen Wucht entziehen kann. Dabei gelingt es dem großartigen Schriftsteller immer wieder, das Publikum mit einem Gefühl von Trost und Hoffnung auftauchen zu lassen. Eine Erfahrung, auf die man nicht verzichten sollte ...