Wellküren: „Abendlandler“

- - Lindenhof

Foto: Christian Kaufmann

Die Wellküren, Gründerinnen der STUGIDA-Bewegung (Stubenmusik gegen die Idiotisierung des Abendlandes), verteidigen und feiern in ihrem Programm „Abendlandler“ das freie Abendland und den Abend an sich. Mit bayerischem Dreigesang gegen stumpfe Einfalt. Alles echt, kein Fake dabei! Und sogar ein Morgenlandler ist drin. Sie blasen den Leitkultur-Marsch, spielen Mozarts A-Dur Klaviersonate in G-Dur auf Hackbrett, Harfe und Gitarre, haben extra Bass-Ukulele gelernt für ihre Nina-Simone-Hommage „Mei Oida, der schaut auf mi“ im Stubenmusik-Format. Mit einer Tarantella vertreiben sie Hermes, UPS und DHL aus ihrem Heimatort Oberschweinbach und ihr „Monilog“ fordert eindringlich „I wui endlich mei Ruah!“ gegenüber der monotonen Beschallung aus den Talkshow- und Facebook-Blasen. Sie analysieren die „hormonelle Demenz von Männern im Wechsel“ und bekennen überzeugt, dass auch der nicht mehr ganz so junge Mensch noch was empfinden kann. „Abendlandler“ ist besonders geeignet für Menschen, die auch wenn’s dunkel wird, den Humor nicht verlieren. Und darin sind die drei Schwestern Expertinnen – entstammen sie doch der 17-köpfigen bayerischen Volksmusikantenfamilie Well, aus der auch die „Wellbrüder aus‘m Biermoos“ (ehemals „Biermösl Blosn“) hervorgegangen sind.