Dirk Joeres: Klavier

- - Schloss Morsbroich (Spiegelsaal)

Foto: Hagen Willsch

Franz Schubert
Auswahl aus den „Moments musicaux“ D 780 und den „Impromptus“ D 899 & D 935 Sonate B-Dur D 960

Dirk Joeres ist im Hinblick auf das Forum-Jubiläum sozusagen ein „Künstler der ersten Stunde“, war er doch in der Gründungsspielzeit 1969/1970 als Cembalist im Agam-Saal zu Gast. In der Zwischenzeit hat er nicht nur als Künstlerischer Leiter der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen, sondern auch als Pianist international Erfolge gefeiert. In den USA und in England ernannten Fachjournalisten die Solo-CD „Brahms und seine Freunde“ sowie eine CD mit Kompositionen Schuberts zum jeweils „Besten Album des Monats“; 2014 erhielt er von der internationalen Fachpresse Höchstwertungen für seine Einspielung mit Werken von Johannes Brahms und Heinrich Schenker. Bei seinem Leverkusener Klavierabend, nunmehr im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich, steht Franz Schubert im Zentrum. Während in der ersten Hälfte des Abends eine Auswahl aus den zwischen 1823 und 1828 komponierten „Moments musicaux“ und den in den letzten Lebensjahren entstandenen „Impromptus“ Schubert als großen Meister der kleineren Form erweist, erklingt in der zweiten Hälfte die letzte seiner Klaviersonaten (B-Dur D 960), die neue Maßstäbe auch hinsichtlich ihrer auf Bruckner und Mahler vorausweisenden Dimension (oder „himmlischen Länge“) setzte. Aus gutem Grund gilt diese wahrlich große Sonate, „Schwanengesang“ ihres 31-jährigen Komponisten, als „die Krone von Schuberts Klavierschaffen, […] die schönste, die nach Beethoven geschrieben worden ist“ (W. Georgji).