Der Vetter aus Dingsda

- - Forum (Großer Saal)

Operette in drei Akten, Musik von Eduard Künneke
Libretto von Herman Haller und Fritz Oliven

Landestheater Detmold
Musikalische Leitung: György Mészáros
Inszenierung: Guta G.N. Rau
Mit Solisten und dem Symphonischen Orchester des Landestheaters Detmold

Die junge, wohlhabende Julia soll unter die Haube! Wenn es nach ihrem Onkel und Vormund Josse Kuhbrot geht, dann steht der künftige Ehemann schon fest: Dessen Neffe August soll es sein, der für Julia (und das umfangreiche Erbe) her zitiert wird. Julia allerdings möchte die lästige Verwandtschaft gerne loswerden, denn ihr Herz schlägt allein für Roderich. Ihm schwor sie vor sieben Jahren die Treue, doch er weilt seitdem im Fernen Osten, in „Dingsda“, (genauer gesagt: Java). Sehnsüchtig wartet Julia auf ihren Liebsten, da taucht plötzlich am Abend ihres 18. Geburtstags ein geheimnisvoller und äußerst attraktiver Fremder auf. Ist er etwa der lang ersehnte Roderich, der von seinem exotischen Ausflug heimgekehrt ist? Als dann noch ein zweiter Reisender auf der Bildfläche erscheint, ist die Verwirrung für Julia und ihre Freundin Hannchen endgültig komplett …

Mit der 1921 uraufgeführten Operette „Der Vetter aus Dingsda“ – eine Verwechslungskomödie um Liebe, Geld und einen verfressenen Onkel – landete Eduard Künneke einen Welterfolg. Das Werk bietet alles, was man sich für eine Operette nur wünschen kann: Schwärmerisch romantische Momente, herzergreifende Gefühlsverwirrungen, mitreißende Tanzrhythmen, bekannte Lieder („Onkel und Tante, ja, das sind Verwandte, die man am liebsten nur von hinten sieht“, „Sieben Jahre lebt' ich in Batavia“) und eine gute Prise Walzerseligkeit.

Guta G.N. Rau, die schon mehrfach am Landestheater Detmold Regie führte und deren Inszenierung der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ 2017 das Leverkusener Publikum erfreute, wird nun Künnekes bekannte Operette auf die Bühne bringen.