CONTINUU||M

- - Schloss Morsbroich (Spiegelsaal)

Foto: Christina Voigt

Santiago Medina: Violine, Daniel Rosin: Violoncello, Andreas Arend: Theorbe, Elina Albach: Cembalo

„Bizarrie“ – Werke von Henry Purcell, Francesco Geminiani, Nicola Matteis, John Playford u.a.
In seinem Programm „Bizarrie“ erkundet das so junge wie quirlige Ensemble CONTINUU||M das Verhältnis von Kunstmusik und Improvisation im späten 17. Jahrhundert. John Playford war ein englischer Verleger, der damals überaus beliebte Kontratänze mit Musik und Schrittfolgen herausbrachte und so für die Nachwelt erhielt. Da diese Musik in hohem Maße improvisiert wurde, ist es für heutige Musiker besonders interessant, ihre eigene Vision dieser Musik entstehen zu lassen („Blick zurück nach vorn“!). Komponisten wie Purcell, Matteis, Geminiani und Veracini waren zur gleichen Zeit in London als Hofkomponisten tätig und kannten die Melodien und Tänze der Zeit, die in den Pubs allgegenwärtig waren. In ihren Kompositionen griffen sie frei improvisierte Musik auf und verarbeiteten sie für die adelige Gesellschaft. Das Ergebnis ist ein ungemein lebendiges Programm, das scheinbar „alte“ Instrumente wie Cembalo und Laute ins rechte Licht rückt und Alte Musik dank einer spritzig-frischen Spielweise modern und zeitgemäß erklingen lässt.

Vorbehaltlich der Förderung durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh und
des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen