Capella de la Torre

- - Schloss Morsbroich (Spiegelsaal)

Foto: Andreas Greiner-Napp

Hildegard Wippermann: Altpommer, Tural Ismayilov: Posaune, Regina Hahnke: Bassdulzian, Johannes Vogt: Laute, Mike Turnbull: Schlagwerk, Katharina Bäuml: Schalmei & Leitung

„Trionfo dei Piffari“ – Werke von Fr. Landini, H. Scheidemann, J. Desprez, H. Isaak, A. Willaert u.a. Im Europa der Renaissance bestanden die bekanntesten Musikensembles aus Blasmusikern der deutschsprachigen Länder, die ihr Handwerk mit nach Italien, Spanien und Frankreich brachten. Professionelle Musiker mussten in der Lage sein, vorhandenes Notenmaterial mit eigenen Improvisationen zu verbinden und den Werken immer neue Formen zu verleihen. Gleichzeitig zu dieser Praxis entwickelten Komponisten wie Ludwig Senfl, Caspar Othmayer u.a. eine Mischung zwischen höfischer und bürgerlicher Musiktradition, die sich schnell verbreitete – ein Vorgriff gewissermaßen auf jene „Verbürgerlichung“ ehemals aristokratischer Traditionen, die dann in größerem Umfang im 19. Jahrhundert stattfand. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat sich das Ensemble Capella de la Torre unter Leitung von Katharina Bäuml zu einer der meistgefragten Formationen für Musik der Renaissance und des Frühbarock entwickelt. In seinen Programmen greift das Ensemble auf Traditionen der Ministriles, Piffari und Stadtpfeifer zurück und widmet sich den damals in ganz Europa verbreiteten „Hauts Instruments“ wie Schalmei, Zink, Pommer, Posaune und Dulzian. Capella de la Torre ist regelmäßiger Gast bei wichtigen Festivals in Belgien, Holland, Frankreich und natürlich Deutschland und hat mehrere CD-Einspielungen und zahlreiche Radiomitschnitte (DLR, RBB, MDR) vorgelegt.