Ballett Dortmund - Visionen

- - Forum (Großer Saal)

SHE WORE RED von Douglas Lee, Foto: Bettina Stöß

KINTSUKUROI (Uraufführung) von Wubkje Kuindersma, Foto: Bettina Stöss

MOTO PERPETUO von Jacopo Godani, Foto. Bettina Stöss

Choreographien von Douglas Lee, Jacopo Godani und Wubjke Kuindersma
(Premiere/UA: 09.03.2019 in Dortmund)


SHE WORE RED (Uraufführung)
Choreographie und Kostüme: Douglas Lee
Musik: „She wore red" von Bernard Herrmann
Bühne und Kostümassistenz: Eva Adler; Licht-Design: Bonnie Beecher


KINTSUKUROI (Uraufführung)
Choreographie, Bühne, Kostüme: Wubkje Kuindersma
Licht-Design, Bühne: Carlo Cerri
Musik: „Kintsukuroi“ von Michael Gordon, Peter Gregson


MOTO PERPETUO
Choreographie, Licht, Bühne, Kostümdesign: Jacopo Godani
Musik: „Moto Perpetuo“ von 48nord (Ulrich Müller und Siegfried Rössert).
Sound-Design: Frank Henne; Einstudierung: Francesca Caroti

Einführung: 18:45 Uhr im Terrassensaal von Dr. Christian Baier (Chefdramaturg Ballett Dortmund)

Im Dezember 2013 begeisterte das Ballett Dortmund in Leverkusen mit dem dreiteiligen Abend „Drei Farben: Tanz“ und Choreographien von Douglas Lee, William Forsythe und Alexander Ekman und 2016 mit Xin Peng Wangs Handlungsballett „Zauberberg“.
Nun kommt die virtuose Dortmunder Compagnie mit einem neuen dreiteiligen Abend unter dem Titel „Visionen“ (was dem Spielzeitthema „Quer Denker“ nahe steht) ins Forum.
Die ersten zwei Stück sind Uraufführungen, Auftragsarbeiten vom Ballett Dortmund:

Der britische Choreograph und ehemalige Principal Dancer des Stuttgarter Balletts, Douglas Lee, schuf für Dortmund das Stück „She wore red“, inspiriert von den unheimlichen Stimmungen in dem Märchen „Rotkäppchen“, die er in eindrucksvolle Tanzszenen umsetzt. Der bekennende Hitchcock-Fan wählte dafür die Musik eines der renommiertesten Filmkomponisten Hollywoods, Bernard Herrmann, der für Meisterwerke wie „Citizen Kane“ bis „Taxi Driver“, vor allem aber für die Filme von Alfred Hitchcock die Musik schuf.

Die niederländische Choreographin Wubjke Kuindersma, kreierte für Dortmund das poetische Stück „Kintsukuroi“. Kuindersma dazu: „Kintsokuroi bedeutet ‚Reparatur in Gold‘. In Japan gibt es eine eigene Art, zer-brochene Keramik zu kitten. Mit Gold! Es wird nicht einmal versucht, den Schaden irgendwie zu verbergen, im Gegenteil: Er wird noch besonders hervorgehoben. Kaputtes wird veredelt, noch wertvoller gemacht. Das berührt mich zutiefst.“
Künstlerisch an der Rotterdam Dance Academy „aufgewachsen“, tanzte Kuindersma u.a. beim Danish Dance Theatre von Tim Rushton, bei der Random Dance Company von Wayne McGregor, beim Ballet Gulbenkian von Paolo Ribeiro und bei Sasha Waltz & Guests. Sie schuf u.a. Choreographien für die National Youth Company von John Neumeier, das Korzo Theater in Den Haag, die Noverre Society mit Tänzern des Stuttgarter Balletts sowie 2018 „Tales of a Nordic Mind“ mit dem Danish Dance Theatre.

Choreograph Jacopo Godani, der seit 2015 als künstlerischer Leiter der aufsehenerregenden Dresden-Frankfurt-Company die Nachfolge von Tanz-Visionär William Forsythe angetreten hat, steuert mit „Moto Perpetuo“ eine packende Choreographie zu dem Abend bei, die furios neoklassische und klassische Ballettsprache in einen zeitgenössischen musikalischen Kontext setzt. Physische Intensität, Reichtum an Bewegungen und geradezu mathematische Präzision stellen dabei besonders hohe Anforderungen an die Tänzerinnen und Tänzer.

„Drei Künstler – drei Visionen zeitgenössischer wie zeitgemäßer Tanzkunst. Drei Herausforderungen, sich der Gegenwart in ihrer Vielfalt zu stellen. Drei Hoffnungen auf ein bewegendes wie bewegtes Morgen!“ (Ballettdirektor Xin Peng Wang)

Mehr zu dem Abend auch unter Ballett Dortmund