3. KlassikSonntag! mit der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen

- - Forum (Großer Saal)

Matt Haimovitz (Foto: Stephanie Mackinnon)

11:00 Uhr: Einführung mit Musik & Gespräch (Schloss Morsbroich)
13:00 Uhr: Themen-Menü (nicht im Preis inbegriffen)
17:00 Uhr: Öffentliche Probe (Forum)
18:00 Uhr: Konzert (Forum)

Antonín Dvořák Konzert für Violoncello und Orchester h-moll op. 104
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 1 c-moll op. 68

Matt Haimovitz (Violoncello), Dirk Joeres (Leitung)

„Ich habe ein neues Cello-Konzert beendet, und ich sage Ihnen aufs bestimmteste, dass dieses Konzert meine beiden [anderen] Konzerte, das Violinkonzert wie das Klavierkonzert, bei weitem übertrifft. […] Selbstlob pflegt nicht verlässlich zu sein – aber das muss ich Ihnen sagen, dass ich mich über das Werk ganz gewaltig freue.“ Antonín Dvořák, von dem diese Worte stammen, hatte es nicht leicht mit der Konzertform. Ähnlich wie sein Freund und Förderer Johannes Brahms musste er sich verschiedentlich den ungerechten Vorwurf gefallen lassen, Konzerte nicht für, sondern gegen die Solisten zu komponieren. Dieses letzte seiner Konzerte aus den Jahren 1894/95 aber ließ selbst Dvořáks schärfste Kritiker verstummen und wurde eines der populärsten Werke im Cello-Repertoire.

„Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann? Hätte ich es gewusst, hätte ich schon vor langer Zeit eines geschrieben!“, soll Brahms nach dem Studium der Partitur ausgerufen haben. Dies freilich hätte die Fertigstellung seiner Ersten Sinfonie vielleicht noch weiter hinausgezögert, die von den ersten Skizzen im Jahr 1855 bis zur Fertigstellung im Jahr 1876 über zwanzig Jahre in Anspruch nahm. Das lange Ringen trug indes reiche Früchte: Brahms‘ Erste beeindruckt mit einer Konzeption, die, anders als etwa Schumann und Mendelssohn, ihre Anknüpfungspunkte primär bei Beethovens suchte und fand – und so nachhaltig wie unvergesslich den „Knoten“ löste, der Brahms‘ sinfonisches Schaffen bis dahin gestaut hatte.

Matt Haimovitz, 1970 in Israel geboren, war zwölf Jahre alt, als sein Mentor Itzhak Perlman ihn dem legendären Cellisten Leonard Rose vorstellte, worauf er 1983 dessen Schüler an der New Yorker Juilliard School wurde. Rose nannte Haimovitz das „wahrscheinlich größte Talent, das ich je unterrichtet habe“ – und die Weltkarriere, zu der dieser alsbald aufbrach, gab ihm Recht. Haimovitz arbeitete mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Seiji Ozawa, Giuseppe Sinopoli und Michael Tilson Thomas und Künstlern wie Isaac Stern, Shlomo Mintz, Pinchas Zukerman und Mstislaw Rostropowitsch zusammen. Eine umfangreiche, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Diskographie bekundet sein ausgesprochen vielseitiges Schaffen.

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