2. KlassikSonntag! mit der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen

- - Forum (Großer Saal)

Andrej Bielow (Foto: Marco Borggreve)

11:00 Uhr: Einführung mit Musik & Gespräch (Schloss Morsbroich)
13:00 Uhr: Themen-Menü (nicht im Preis inbegriffen)
17:00 Uhr: Öffentliche Probe (Forum)
18:00 Uhr: Konzert (Forum)

Franz Schubert Ouvertüre „im italienischen Stile“ C-Dur D 591
Sergej Prokofjew Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 19
Georges Bizet „Jeux d’enfants“. Petite suite d’orchestre op. 22
Franz Schubert Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200

Andrej Bielow (Violine), Dirk Joeres (Leitung)

Im Jahr 1915, kurz nach seinem Studium am St. Petersburger Konservatorium, notierte Sergej Prokofjew eine wunderbare Geigenmelodie, die er zeitlebens zu seinen besten Eingebungen zählte. Zwei Jahre später, im Jahr der „Symphonie classique“, erwuchs daraus sein beliebtes Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, an dem der große Geiger David Oistrach „vor allem das gewisse strahlende Dur-Kolorit der ganzen Musik, die wie eine Landschaft vom Sonnenlicht übergossen ist“, lobte, während der nicht unbedingt schwärmerische Pianist Swjatoslaw Richter schwärmte: „Mir scheint es unmöglich, dass jemand, der Musik liebt, davon nicht ergriffen sein sollte. Es macht einen Eindruck, als wenn im Frühling zum ersten Mal das Fenster geöffnet wird“. Ähnliche Sonnenhelle findet sich auch in Georges Bizets „Jeux d’enfants“ („Kinderspiele“), einem gestaltenreichen Panorama der Kinderwelt für Klavier zu vier Händen; eine Auswahl dieser Stücke hat Bizet für Orchester eingerichtet. À propos Sonnenhelle: Dem angestammten „Heimatland“ derselben, Italien, hat Franz Schubert in seinem Schaffen mehrfach Reverenz erweisen – u.a. in seiner Sinfonie Nr. 3 D-Dur, die er 1815 im Alter von erst 18 Jahren komponierte. Sie greift im Finale auf die Tarantella zurück, jenen italienischen Volkstanz, der als wilde Liaison aus Tanz und Ekstase angeblich vom giftigen Biss der Tarantel kurierte. Eine andere Form Wiener „italianità“ bekundet seine Ouvertüre „im italienischen Stile“ C-Dur aus dem Jahr 1817.

Andrej Bielow, 1981 in der Ukraine geboren, machte bereits früh als außergewöhnliche Begabung auf sich aufmerksam. Bald schon konzertierte er mit namhaften Orchestern und bedeutenden Dirigenten in aller Welt und wurde gefragter Gast bei wichtigen Festivals. Von 2005 bis 2014 war er Primarius des renommierten Szymanowski Quartetts. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Kit Armstrong und Nils Mönkemeyer; bei der Kronberg Academy trat er mit Gidon Kremer, Yuri Bashmet und dem Beaux Arts Trio auf. Der Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe hat eine Vielzahl hoch gelobter Einspielungen vorgelegt.

Webseite Andrej Bielow: http://www.andrejbielow.net

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