1. KlassikSonntag! mit der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen

- - Forum (Großer Saal)

Alberto Ferro (Foto: Tom McKenzie)

11:00 Uhr: Einführung mit Musik & Gespräch (Schloss Morsbroich)
13:00 Uhr: Themen-Menü (nicht im Preis inbegriffen)
17:00 Uhr: Öffentliche Probe (Forum)
18:00 Uhr: Konzert (Forum)

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Alberto Ferro (Klavier), Dirk Joeres (Leitung)

Robert Schumann nannte es Beethovens „vielleicht größtes Klavierkonzert“, und gewiss ist das Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58 (1805/06) eines der bedeutendsten in der Geschichte des Solokonzerts. Schon in den ersten Takten zeigt sich der wohl folgenreichste „QuerDenker“ der Musikgeschichte in all seiner bewunderten, aber auch berüchtigten Originalität, stellt er doch das Verhältnis von Solist und Orchester schier auf den Kopf: Keine Orchestereinleitung, wie sie etwa noch Mozart üblicherweise vorsah (oder auch Beethoven selber in seinen ersten drei Klavierkonzerten), nein: der Solist eröffnet das Konzert. Und donnert nicht mit auftrumpfender Geste los, sondern schlägt leise Akkorde an, die einem überraschend lyrischen Kopfsatz den Weg bereiten. Ganz anders die 1811/12 komponierte Sinfonie Nr. 7 A-Dur („eine meiner vorzüglichsten“, so der Komponist), in der das rhythmische Moment eine derartig mitreißende Bedeutung erlangt, dass Richard Wagner sie rundweg als „Apotheose des Tanzes“ bezeichnete. Nach einer himmlisch langen Einleitung stehen hier alle Zeichen auf entfesselten Sturm. Wenngleich der berühmte zweite Satz mit seinem erhabenen Prozessionsrhythmus ein wenig Zurückhaltung auferlegt, zieht sich der tänzerische Taumel bis zum furiosen Finale, das Carl Maria von Weber dazu veranlasst haben soll, Beethoven „reif fürs Irrenhaus“ zu erklären.

Alberto Ferro, 1996 in Italien geboren, ist einer der spannendsten Künstler der jungen Generation. Zu Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 hat er nicht zuletzt deshalb eine ganz besondere Beziehung, weil er mit ihm bei der International Telekom Beethoven Competition Bonn 2017 nicht nur den 1. Preis, sondern dazu noch den Publikumspreis, den Beethoven-Haus-Preis und den Preis des Livestream-Publikums gewann; bereits 2015 war er beim Busoni-Wettbewerb in Bolzano mit dem 2. Preis, dem Haydn-Preis und dem Internationalen Presse-Preis ausgezeichnet worden ("Er bringt außer technischer Brillanz auch noch Musikverstand mit, hat Ehrgeiz und das, was andere im Wetttbewerb vermissen ließen: individuellen Anschlag, Persönlichkeit, ja Charisma", so Eleonore Büning in der FAZ). Diesen Erfolgen schlossen sich Auftritte mit renommierten Orchestern und Dirigenten auf international bedeutenden Konzertpodien an (Herkulessaal München, Gewandhaus Leipzig, La Fenice Venedig, BOZAR Brüssel u.a.).

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