Nathan@WhiteBoxX - Nachholtermin vom 11.03.2021

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Faust@WhiteBoxX, Foto: Marco Piecuch

*** Bitte beachten: Die Vorstellung ist der Nachholtermin vom 11.03.2021. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit auch für den neuen Termin. Sollten die dann geltenden Corona SchVO das fürs Studio geplante Gastspiel nicht im kleinen Spielort erlauben, wird die Vortellung in den Großen Saal (mit Zuschauerbegrenzung) verlegt, um die notwengien Schutzabstände einhalten zu können. ***

Rheinisches Landestheater Neuss
Inszenierung: Sarah Clemens; Bühne / Kostüme: Janin Lang; Puppencoaching: Katharina Kummer

Carl-Ludwig Weinknecht (Nathan), Laila Richter  (Recha / Tempelherr / Al-Hafi), Sarah Wissner (Daja / Saladin / Klosterbruder)


In der Spielzeit 2019/20 wurde am Rheinischen Landestheater ein spannendes, neues Studio-Format präsentiert, das mit „Faust@WhiteBoxX“ bereits große Erfolge feierte und nun mit Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“ fortgesetzt wird. Das meisterhafte Ideendrama wird, wie „Faust“, als 3-Personen-Stück adaptiert, in klassischen Kostümen und eng an der Textvorlage zu neuem Leben erweckt:

Nathan verliert bei einem Brandanschlag Frau und Kinder. Das religiös motivierte Verbrechen christlicher Tempelritter stürzt den Juden Nathan in eine tiefe Sinnkrise. Soll er Gleiches mit Gleichem vergelten? Er widersteht der Rache, entscheidet sich für den Weg der Vernunft und wird unversehens Ziehvater eines getauften Mädchens. Jahre später droht sich die Geschichte zu wiederholen, als sein Haus erneut in Flammen steht. Ausgerechnet ein christlicher Tempelritter eilt diesmal zur Hilfe und rettet Nathans Tochter. Eine göttliche Fügung? Doch von welchem Gott? Denn der junge Retter selbst verdankt sein Leben dem muslimischen Oberhaupt Saladin. Der wiederum benötigt nun die Hilfe von Nathan …

 

Lessings Schauspiel ist ein aufklärerisches Plädoyer für mehr Miteinander und gegen kulturelle Differenzkämpfe. Im puristisch weißen Raum der „White Box“ wird nicht nur ebenso lebendig wie leidenschaftlich die Geschichte dieses Klassikers erzählt, sondern auch seine Aktualität hinterfragt und dabei traditionelle wie zeitgenössische Inszenierungspraxis miteinander verbunden.

„Ein spannender Theaterabend, der neugierig auf weitere dieser Art macht“, so die Neuss-Grevenbroicher-Zeitung zu dem Format.


Vorstellungsdauer: ca. 90 Min. ohne Pause