Name: Sophie Scholl

- - Forum (Studio)

Foto: Birgit Hupfeld

Theater Dortmund

Inszenierung: Annette Müller; Ausstattung: Annette Müller, Oliver Kostecka
Mit Ann-Kathrin Hinz

„Ich heiße Sophie Scholl. Und da fängt das Problem auch schon an …“. So beginnt die Geschichte einer eigentlich ganz normalen Jurastudentin. Sie steht kurz vor dem Examen und ist voller Vorfreude auf ihr Berufsleben. Doch jetzt steht Sophie als Zeugin vor Gericht um auszusagen. Diese Aussage entscheidet über den Abschluss ihres Jurastudiums und ihre Zukunft als Juristin. Diese Aussage entscheidet darüber, ob die alleinerziehende Sekretärin Frau Mühl fälschlicherweise wegen Betruges verurteilt wird oder ob es den wahren Schuldigen, Professor Niggemann, trifft. Der Preis der Wahrheit ist hoch. Und damit ist sie da – die andere Sophie Scholl.
Sophie erzählt die Geschichte ihrer Namensvetterin und die der Weißen Rose. Die andere ist eine Heldin, die ihr Leben gegeben hat, und jetzt geht es doch nur um einen bisherigen Lebensentwurf. Aber so einfach ist das nicht. Sophie muss sich entscheiden …

In ihrem Theatersolo „Name: Sophie Scholl“ verschränkt die Autorin Rike Reiniger virtuos die Biographien der historischen und der heutigen Sophie, einer Jura-Studentin. Die Geschichte einer normalen jungen Frau, die in eine moralische Zwickmühle gerät, schlägt den Bogen in die Lebensgeschichte einer der Lichtgestalten des Widerstands in der NS-Zeit und erzählt über Mut, Angst, Aufrichtigkeit und Zivilcourage. Im Mai 2021 wird des 100. Geburtstags von Sophie Scholl (geb. 09.05.1921) gedacht – ein guter Anlass, die beeindruckende Inszenierung ins Forum einzuladen.