Minetti Quartett − Späte Früchte

- - Forum (Studio)

Foto: Irene Zandel

 

Maria Ehmer & Anna Knopp Violine Milan Milojicic Viola Leonhard Roczek Violoncello

 

Späte Früchte

 

Achtung: Geändertes Programm!

 

Franz Joseph Haydn Streichquartett F-Dur 77/2

György Kurtág Officium breve für Streichquartett

Ludwig van Beethoven Streichquartett F-Dur 135

 

Seit seiner Nominierung für den „Rising Stars“-Zyklus der „European Concert Hall Organization“ 2008/09 konzertiert das junge Minetti Quartett in den renommiertesten Konzertsälen in Wien, Berlin, Köln, Amsterdam, Barcelona, Stockholm, Brüssel, London etc.; Einladungen zu berühmten Kammermusikfestivals führten das Quartett nach Nord-, Mittel- und Südamerika, Australien, Japan und China. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen u.a. Fazil Say, Till Fellner, Martin Fröst und Jörg Widmann. Das Quartett ist Gewinner zahlreicher Wettbewerbe und hat hoch gelobte CD-Einspielungen vorgelegt. Auch in Leverkusen hinterließ es bei seinem Gastspiel im Jahr 2013 einen fulminanten Eindruck, den der kommende Auftritt sicherlich erneuern wird.

Für ihre Rückkehr haben die Minettis ein Programm im Gepäck, das späte Werke großer Meister vereint. Ein echter reifer Haydn ist das Quartett op. 77/2 mit seiner routinierten Formensprache, dem ausgewogenen Ausdruck – und dennoch Raum genug für das eine oder andere Experiment, z. B. im wilden Rhythmus des Finales, aus dem schon Beethovens Ungestüm grüßt.

Eine Art Miniatur-Requiem schrieb Kurtág 1988 dem Komponisten Endre Szervánszky mit „Officium breve“. Die titelgebende Kürze ist der Wesenskern von Kurtágs gereiftem Schaffen und dem Vorbild Anton Webern geschuldet. In weniger als einer Viertelstunde entfaltet sich ein Kaleidoskop von Kompositionstechniken und Zitaten in 15 musikalischen Miniaturen.

Beethovens letzte vollendete Komposition, das Quartett op. 135, wirkt fast wie eine altersmilde Abkehr vom Überbordenden, Titanenhaften. Doch die gereifte Raffinesse, dem virtuosen Geiger Ignaz Schuppanzigh in die Finger geschrieben, überdeckt kaum die schroffen Brüche und überraschenden Wechsel – ein echter Beethoven!

 

*** Bitte beachten: Die Vorstellung ist der Nachholtermin für Dezember 2020. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit auch für den neuen Termin. Sollten Sie den neuen Termin nicht wahrnehmen wollen, wenden Sie sich bitte an Ihre Vorverkaufsstelle. Dort erfolgt die Erstattung nach den gesetzlichen Vorgaben. ***