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Die Verwandlung@WhiteBoxX

- - Forum (Studio)

Foto: Marco Piecuch

Foto: Rheinisches Landestheater Neuss

Schauspiel nach Franz Kafka, in einer neuen Bearbeitung von Thomas Maria Peters

 

Rheinisches Landestheater Neuss

Inszenierung: Thomas Maria Peters. Ausstattung: Steffi Sucker. Mit Nelly Politt und Anton Löwe.

 

Nach dem Gastspiel „Nathan@WhiteBoxX“ des Rheinischen Landestheaters im Februar 2022 wird das spannenden Studioformat der „WhiteBoxX“ auch in dieser Saison weitergeführt – nicht nur, weil auch dieser Text Abiturstoff ist, sondern auch als Beitrag zum Spielzeitthema „Gedankenreisen“. „Die Verwandlung“, wohl die berühmteste Erzählung Franz Kafkas über eine plötzliche Veränderung und ihre Auswirkungen auf das familiäre Umfeld, über Leistungsdruck und Erschöpfung, über Ausgrenzung und Unfreiheit, fasziniert heute noch wie zur Zeit ihrer Entstehung 1912:

Gregor Samsa hat verschlafen. Sehr untypisch für den pflichtbewussten Arbeiter, der sich um das finanzielle Wohlergehen seiner Familie kümmert. Doch noch etwas Anderes ist an diesem Morgen seltsam: Gregors Körper muss sich über Nacht irgendwie verändert haben. Gestern noch ein Mensch, heute ein – Käfer?! Viel Zeit, um darüber nachzudenken, bleibt ihm nicht: Die nächste Geschäftsreise steht an, also muss er sich notgedrungen seinen Weg aus dem Bett bahnen. Leichter gesagt als getan! Zu allem Übel klopft es jetzt noch an der Tür, die Familie und auch der Prokurist wundern sich über Gregors Verspätung. Als es Gregor endlich gelingt, die Tür zu entriegeln, ist das Befremden der Anwesenden groß …

Mit nur einem Schauspieler und einer Schauspielerin, im Bühnenbild der weißen Box, erzählt Regisseur Thomas M. Peters, der schon an zahlreichen Stadttheatern (Augsburg, München, Mannheim, Wiesbaden) Schauspiel und Musiktheater inszenierte, diesen Literaturklassiker.

 

"Als der 1883 geborene Franz Kafka am 3. Juni 1924 starb, nahm die literarische Welt keinen Anteil. War er zu Lebzeiten ein nahzu unbekannter Autor geblieben, so gilt er heute als einer der feinsten Beobachter der Entfremdung des Menschen von seiner Welt und sich selbst. Nicht nur wurde aus seinem Namen ein Adjektiv gebildet - wobie "kafkaesk" nur wenig mit seiner Literatur oder seinem Leben zu tun hat, sondern vielmehr die Gesamtheit der populären Stereotypen rund um Kafka versammelt -, auch hat er mit seinem Werk quasi ein eingenes Genre gegründet, das bis heute Autor*innen inspiriert." (Aus dem Programmheft des Rheinischen Landestheaters)

 

Veranstaltungsdauer bis ca. 20:35 Uhr ohne Pause

Für Publikum ab 15 Jahren.

Hier ein Trailer vom Rheinischen Landestheater zum Stück: https://www.youtube.com/watch?v=RkFsiO8lgqs