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Extrawurst – Dramödie in zwei Akten mit Gerd Silberbauer

- - Forum (Großer Saal)

Foto: Dietrich Dettmann

Von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob

 

Euro-Studio Landgraf

Inszenierung: Frank Matthus; Ausstattung: Monika Maria Cleres

Mit Susanne Theil, Matthias Happach, Hans Machowiak, Daniel Pietzuch und Gerd Silberbauer

 

In der „Dramödie“ des mit einem Grimme-Preis ausgezeichneten Autorenteams Dietmar Jakobs und Moritz Netenjakob gerät der Vorsitzende eines Tennisvereins (Gerd Silberbauer) durch den Nutzungskonflikt eines neuen Vereinsgrills auf politisch vermintes Gelände. Eigentlich ist es nur eine Formsache: die Mitgliederversammlung des Tennisclubs einer deutschen Kleinstadt soll über die Anschaffung des neuen Grills abstimmen. Normalerweise kein Problem – gäbe es da nicht eine Stimme, die den Vorschlag macht, auch einen eigenen Grill für das einzige türkische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste ja bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskussionen auslöst und den im Grunde friedlichen Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Denn: Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind eigentlich auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft? Immer tiefer schraubt sich der kleine Konflikt und bald wird klar: Es geht um mehr als einen Grill …

 

Dietmar Jacobs, Theater- und Drehbuchautor, u. a. für Fernsehserien wie „Stromberg“, „Pastewka“, „Mord mit Aussicht“, ebenso wie fürs Düsseldorfer Kom(m)ödchen und Satiresendungen, schrieb zusammen mit dem Kabarettisten und Autor Moritz Netenjakob diese pointierte Komödie, über die Detlev Baur in der Fachzeitschrift Die Deutsche Bühne (09/2019) schrieb: „Thematisch ist ‚Extrawurst‘ ein Stück der Stunde.“


Der Schauspieler Gerd Silberbauer ist seit Anfang der 1990er-Jahre einem breiteren Publikum durch zahlreiche Fernsehauftritte, u.a. in SOKO 5113, Der Landarzt, Drehkreuz Airport, Klinik unter Palmen, bekannt.

Silberbauer studierte zunächst Rechtswissenschaft an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Neben dem Studium jobbte er als Bühnenarbeiter und entschloss sich 1978 zu einer Schauspielausbildung an der Schauspielschule Zerboni in München. Es folgten erste Engagements am Württembergischen Staatstheater Stuttgart, am Berliner Schillertheater und am Düsseldorfer Schauspielhaus. 1985 kam Silberbauer schließlich an die Münchner Kammerspiele; bis 1990 gehörte er zum Ensemble des Bochumer Schauspielhauses.

 

***Bitte beachten: Dies ist der Nachholtermin vom 19. März 2021. Bereits gekaufte Karten für den 19.03. behalten ihre Gültigkeit für diesen Termin. ***