Eventdetail

4. KlassikSonntag! mit der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen

- - Forum (Großer Saal) Schloss Morsbroich (Spiegelsaal)
Freddy Krempf Foto: Hori

Foto: Hori

*****Aus aktuellem Anlass wurde das Programm des Konzerts beim 4. KlassikSonntag! am 3. April 2022 leicht geändert. Statt Glinkas Ouvertüre zu „Ruslan und Ludmilla“ erklingt nun Ludwig van Beethovens Ouvertüre zu „Egmont“. Mit dieser Freiheitshymne soll in diesen Zeiten ein Zeichen gesetzt werden. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen ein schönes Konzert!*****

Westdeutsche Sinfonia Leverkusen

Freddy Kempf Klavier Dirk Joeres Leitung

 

11:00 Uhr   Einführung mit Musik & Gespräch (Spiegelsaal, Museum Morsbroich)

17:00 Uhr  Öffentliche Probe (Gr. Saal, Forum Leverkusen)

18:00 Uhr  Konzert (Gr. Saal, Forum Leverkusen)

 

Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu „Egmont“

Béla Bartók 3.Klavierkonzert Sz 119

Peter I. Tschaikowsky 2. Sinfonie c-moll op. 17

 

Zu Goethes Tragödie „Egmont“, welches vor der Folie des Freiheitskampfes der Niederländer spielt, schrieb Beethoven eine Schauspielmusik, deren Ouvertüre, voller schroffer Kontraste zwischen kriegerischen Rhythmen und weichem Bläserklang, sich bis heute im Konzertsaal großer Beliebtheit erfreut.

Nach dem Klavier als Schlaginstrument im ersten und der komprimierten Kraftentfaltung im zweiten konzentriert sich Béla Bartók in seinem dritten Klavierkonzert ganz auf die kantablen Qualitäten des Instruments. Den von Exil und Depression bestimmten Umständen 1945 kurz vor seinem Tod abgerungen,

ist das Konzert für seine Frau, die Pianistin Ditta Pásztory, entstanden. In der Klarheit von Bartóks spätem Stil entfaltet sich ein weicher Schwanengesang.

Eine Sommerfrische 1872 nutzte Tschaikowsky zum Sammeln ukrainischer Volksmusik. Kaum je findet sich in seinem Werk eine derartige Fülle volkstümlicher Themen wie in der 2. Sinfonie, seien sie nun originär oder nachempfunden. Gleichzeitig ist die Sinfonie durch und durch von Beethovens „Eroica“-Sinfonie beeinflusst. Im Schlusssatz wagt sich Tschaikowsky kühn in harmonische Regionen vor, die seiner Zeit weit voraus sind.

Schon mit acht Jahren trat Freddy Kempf das erste Mal mit dem Royal Philharmonic Orchestra auf. Seither hat er u.a. mit der BBC Scottish Symphony, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Philadelphia Orchestra und der Dresdner Philharmonie sowie mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Riccardo Chailly und Wolfgang Sawallisch gespielt. Konzerte führten ihn nach Moskau, ins Berliner Konzerthaus, die Royal Festival Hall, Sydney City Hall und die Tokyoter Suntory Hall. Seine Einspielungen von u.a. Tschaikowsky, Schumann, Prokofjew, Gershwin, Rachmaninow, Bach, Ravel und Strawinsky werden von der Fachpresse hochgelobt.


Die Veranstaltung wird empfohlen für die Familienkarte PLUS