
Maurice Ravel: „Le Tombeau de Couperin”, Orchesterfassung
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur KV 364 für Violine, Viola und Orchester
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
Die Eintrittskarte berechtigt außerdem zum kostenlosen Besuch der folgenden Veranstaltungen:
11.00 Uhr: Morsbroicher Matinee - Einführung mit Musik & Gespräch
(Dirk Joeres, Horst A. Scholz u.a. im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich)
16.00 Uhr: Öffentliche Probe von Teilen des Abendprogramms (Forum)
(Karten für die Morsbroicher Matinee allein kosten 6,50 €/erm. 4,00 €, Bestellung telef.: 0214-406 4113)
Sitzplan:
In den Jahren 1917 bis 1919 komponierte Maurice Ravel eine wunderbare Klaviersuite mit dem Titel „Le Tombeau de Couperin“, die als Hommage an François Couperin (1668-1733) auf barocke Tanzformen zurückgriff, um im Krieg gefallener Freunde zu gedenken; wenig später bearbeitete der französische Klangzauberer Teile der Suite für Orchester. Der Tanz spielt auch in Beethovens 7. Sinfonie A-Dur aus den Jahren 1811/1812 eine wesentliche Rolle: Richard Wagner vernahm in ihr eine „Apotheose des Tanzes“, Romain Rolland gar eine „Orgie des Rhythmus“.
Robert Schumann sah im Finale „das Höchste im Humor […], was die Instrumentalmusik aufzuweisen“ habe – und solche Vieldeutigkeit macht Beethovens A-Dur-Sinfonie zu einem bis heute ungemein schillernden und ausgesprochen diesseitigen Meisterwerk. „Hier wird“, so Wagner, „ein Dionysosfest gefeiert, wie nur nach unseren idealsten Annahmen der Grieche es je gefeiert haben kann …“ Eine andere Form von „BeziehungsWeisen“ prägt Mozarts Sinfonia concertante KV 364 (1779), in der das herkömmliche konzertante Wechselspiel von Solist und Orchester durch Hinzufügung eines zweiten Solisten erweitert wird – was mannigfache Kombinationen ermöglicht, die Mozart mit unbändiger Fantasie auskostet.
Die Solisten des Abends sind Andreas Reiner, langjähriger Konzertmeister der WSL, danach Konzertmeister der Münchner Philharmoniker unter Sergiu Celibidache, Primarius des exzellenten, 2009 aufgelösten Rosamunde-Quartetts und Kammermusikpartner u.a. von Murray Perahia, Christian Zacharias, Tzimon Barto, sowie Gabriel Bala, Solo-Bratscher der WSL und der Düsseldorfer Symphoniker, der Meisterkurse in Italien und den USA gibt.