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Abb.: Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19.30 Uhr
Fotos: Regina Brocke

Poppea/Poppea

Ein Tanzstück von Christian Spuck

Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19.30 Uhr

Forum (Großer Saal)

Gauthier Dance/Dance Company Theaterhaus Stuttgart
Choreografie und Inszenierung: Christian Spuck
Ausstattung: Emma Ryott; Licht: Reinhard Traub; Film: Fabian Spuck;
Choreografische Mitarbeit: Alexandra Brenk; Dramaturgie: Dunja Funke
Mit Musik von Claudio Monteverdi, Martin Donner u.a. (Einspielung)
Tänzerinnen und Tänzer: Maria Deller-Takemura, Marianne Illig, Garazi Perez Oloriz, Isabelle Pollet-Villard, Armando Braswell, Eric Gauthier, William Moragas, Giuseppe Spota
In Koproduktion mit dem Grand Théâtre de Luxembourg und in Kooperation mit dem Theater Bonn, der Schauburg München und Achtfeld GmbH Berlin

  Sitzplan:

Karten: 27,30/23,50/21,00/15,10 € (erm. 14,40/12,50/11,25/8,30 €)

Die letzte Oper von Claudio Monteverdi, die sich auf die angebliche Hochzeit des römischen Kaisers Nero mit Poppea Sabina beruft, ist Ausgangspunkt und Schablone dieser Tanzproduktion. Neun Tänzer proben die Darstellung des Librettos und verfallen immer mehr den Figuren. Thema ist das Spiel mit dem Spiel, das den Tänzern allerdings immer mehr entgleitet. Nach und nach holt die Geschichte die Protagonisten ein. Nero, egomanischer Kaiser von Rom, liebt Poppea. Zum Beweis seiner Liebe will er sie zur Kaiserin krönen und seine Gattin Ottavia loswerden – der Beginn von Intrigen, Rache und einem Mordkomplott … Die Tanzproduktion erzählt nicht nur die Geschichte, sondern ist eine Versuchsanordnung, diesen spannungsreichen Stoff zwischen Liebe und Verrat, Lust und Macht, Intrige und Mord als choreografisches Spiel zu erforschen.

Christian Spuck, zurzeit Hauschoreograf am Stuttgarter Ballett und ab 2012 Direktor des Zürcher Balletts, hat schon eine Reihe ungewöhnlicher und überregional beachteter „Handlungsballette“ kreiert. Er arbeitete u.a. für das Royal Swedish Ballet und für das Royal Ballet of Flanders. Sein Stück „Don Q.“ mit Egon Madsen und Eric Gauthier feierte 2008 ein erfolgreiches Gastspiel in Leverkusen. Zum ersten Mal erarbeitete er mit Gauthier Dance ein abendfüllendes Stück: „Poppea/Poppea“ erlebte am 1. Juni 2010 in Stuttgart die Uraufführung.
"Die Liebe? Ein schwieriges Thema. Worüber schon so viele Worte verschwendet worden seien, sagt eine Tänzerin bei der Ballett-Uraufführung von «Poppea//Poppea» in gestelzten Phrasen. Und so bleiben Worte rar bei dem umjubelten Premierenabend am Donnerstag im Theaterhaus Stuttgart.
Gesagt wird dennoch sehr viel: Die freie Compagnie Gauthier Dance erzählt in virtuoser Körpersprache die fatale und zugleich sentimentale Liebesbeziehung zwischen dem römischen Kaiser Nero und seiner Geliebten Poppea. Bis sie Kaiserin werden kann, fließt viel Blut. Choreograph Christian Spuck, der 2012 Direktor des Zürcher Balletts wird, gelingt eine furiose Ballett-Version der Monteverdi-Oper «Die Krönung der Poppea».
Auf der Bühne ist ein riesiges Kamelienblüten-Bild zu sehen - die Kamelie gilt in der Literatur und Kunst auch als Symbol für den Tod und das Tanzensemble, aus dessen grandioser Gesamtleistung Giuseppe Spota als verschmähter Mann von Poppea (Garazi Perez Oloriz) noch hervorsticht, ist in barocke Kostüme mit Halskrause und Schulterpolster gekleidet.
Choreograph Spuck gelingt eine ganz eigene, intensive Körpersprache, die von geschmeidigen Bewegungen fast übergangslos zu eckiger Mechanik wechselt. Der 33-jährige Compagnie-Chef Gauthier tanzt inbrünstig den Kaiser Nero, der seine Gattin Ottavia ermordet , um den Weg freizumachen für Poppea auf dem Thron.
Von den 650 Zuschauern im Saal mit langanhaltenden Bravo-Rufen bedacht." dpa Meldung DIE ZEIT, 2.7.2010

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Tanz aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.

Mehr Informationen zu Gauthier Dance/Theaterhaus Stuttgart unter www.theaterhaus.com

Ensemble, Gauthier Dance. Foto: Regina Brocke Die Compagnie wird 2010 mit Gauthier Dance Mobildas Freiher-vomStein-Gymnasium besuchen; 2009 wurde sie begeistert in der Gesamtschule Schlebusch empfangen.
"Die eigentliche Sensation dieses neuen Ensembles ist das Projekt Gauthier Dance Mobil: Das Ensemble geht mit mobilen Produktionen in Schulen, Krankenhäuser, Altersheime. Ein Konzept, das bisher bundesweit einzigartig ist." Süddeutsche Zeitung, Januar 2008
Mit einem maßgeschneiderten Repertoire an Stücken, die auf minimalem Raum tanzbar sind, mobilisiert Gauthier Dance den Tanz wortwörtlich und holt ihn von der Bühne des Theaters in andere Räume. Mit Gauthier Dance Mobil bringt die Truppe den Tanz einerseits Kindern und Jugendlichen, andererseits zu Menschen, die keine Möglichkeit haben sich an der Kunstform Tanz zu erfreuen. Das Ziel ist junge Menschen für den zeitgenössischen Tanz zu interessieren und sie in diese Welt einzuführen. Nach den Auftritten stellen sich Gauthier und seine Tänzer den Fragen ihres jungen Publikums.

  Noch mehr Informationen zu "Poppea/Poppea"

Ein filmischer Eindruck von der Produktion "Poppea/Poppea" auf  YouTube

geändert am 21.04.2008