
Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel „Egmont“ op. 84
Franz Liszt: Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944 („Große C-Dur-Sinfonie“)
Die Eintrittskarte berechtigt außerdem zum kostenlosen Besuch der folgenden Veranstaltungen:
11.00 Uhr: Morsbroicher Matinee - Einführung mit Musik & Gespräch
(Dirk Joeres, Horst A. Scholz u.a. im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich)
16.00 Uhr: Öffentliche Probe von Teilen des Abendprogramms (Forum)
(Karten für die Morsbroicher Matinee allein kosten 6,50 €/erm. 4,00 €, Bestellung telef.: 0214-406 4113)
Sitzplan:
Unter Beethovens elf Ouvertüren ist diejenige zu Goethes „Egmont“ die wohl bekannteste. In der vielschichtigen Darstellung des aufrechten, letztlich hingerichteten Titelhelden folgt sie der Dramaturgie des „Durch Dunkel zum Licht“ (per aspera ad astra) – Egmont lebt in den Herzen seiner Landsleute weiter, die Tage der Knechtschaft sind gezählt. Ausgehend von Ouvertüren wie diesen entwickelte Franz Liszt, dessen 200. Geburtstag 2011 begangen wird, sein Konzept der „Sinfonischen Dichtung“, doch komponierte er durchaus auch „traditionell“: Sein berühmtes Erstes Klavierkonzert etwa, das 1855 mit dem Komponisten am Klavier unter der Leitung von Hector Berlioz(!) uraufgeführt wurde, ist ein mustergültiges Konzert virtuoser Prägung, dessen drei Sätze freilich in romantischer Manier durch ein prägnantes Motiv verwoben sind.
Wenige Jahre zuvor, 1839, hatte Robert Schumann im Nachlass Schuberts eine Sinfonie entdeckt, die ihn gleich bei der ersten Durchsicht überwältigte. Diese Sinfonie hatte er 1835 erahnt, als er gemutmaßt hatte, dass Schubert wohl derjenige gewesen wäre, der „uns nach den Beethovenschen neun Musen vielleicht eine zehnte geboren hätte“. Hier nun war sie, die nachbeethovensche Sinfonie par excellence, die der Gattung einen neuen Weg wies: Die „Große“ C-Dur-Sinfonie Nr. 8 D 944. Schumann nach der ersten Probe: „Darin gingen alle Ideale meines Lebens auf – es ist das Größeste, was in der Instrumentalmusik nach Beethoven geschrie¬ben worden ist, selbst Spohr und Mendelssohn nicht ausgenommen“.
Der Pianist Markus Groh ist prädestiniert für das Liszt-Konzert: Der Inquire Music Critic erhob seine Liszt-Interpretationen zum „neuen modernen Standard“; die FAZ bezeichnete sein Klavierspiel als „Symbiose von Furor und Poesie“. Seit der 1970 geborene Pianist als erster Deutscher den Ersten Preis beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb 1995 in Brüssel gewann, hat er sich international als einer der vielseitigsten Pianisten seiner Generation etabliert. Er konzertiert mit den großen Orchestern Europas, der USA und Asiens und arbeitet mit Dirigenten wie Kent Nagano, Neeme Järvi, Jonathan Nott und Ivan Fischer zusammen. Für seine 2006 erschienene Liszt-CD erhielt er gleich mehrere Auszeichnungen, darunter den „Editor's Choice“ von Gramophone.