
Theater Marabu, Bonn
Inszenierung: Claus Overkamp
Spiel und Musik: Adriana Kocijan, Saad Thamir, Bassem Hawar
Komposition: Saad Thamir
Für Zuschauer ab 7 Jahren
Eine Schauspielerin und zwei Musiker erzählen Geschichten: von dem Garten in einem fernen Land, in dem die Kinder spielten, bis eines Tages die Feuervögel kamen; von dem König, der die Musik nicht mochte; von dem Scheich und der Schlange und von dem kleinen Kamel, das nur vorübergehend beim Löwen geduldet war.
Es sind ihre Geschichten, Geschichten von dem Zuhause, das sie verlassen haben, Geschichten vom Aufbruch und Unterwegssein, von der Fremde und dem Neubeginn, die humorvoll und poetisch mit einfühlsamer Musik erzählt werden.
„Die Treppe zum Garten“ erzählt Kindern wie Erwachsenen von der globalen Migration, die freiwillig oder unfreiwillig auf unserem Planeten seit je her stattfindet. Gleichzeitig versucht dieses musikalische Erzähltheater aber auch den jungen Zuschauern HIER das fremde DORT ein Stück näher zu bringen und ihnen vertraut zu machen.
Die Inszenierung wurde ebenfalls für das 26. Kinder- und Jugendtheatertreffen NRW als eine der besten Kindertheaterproduktionen im Bundesland ausgewählt. Die Begründung der Jury: “.... drei Spieler, die in der stringenten Erzähltheaterfassung aus einem grenzenlos und unendlich wirkenden Reichtum an Bildern, Worten und Tönen schöpfen, um gemeinsam mit den kleinen und großen Zuschauern aufzuspüren, was sich verbirgt hinter Worten wie Heimat, Fremde oder Migration. Aus dem Leben wie der Phantasie geschöpfte individuelle Episoden, Fabeln, Melodien und Rhythmen schließen aneinander an und ergänzen sich wie in einem Dominospiel, logisch und konsequent, als hätten sie seit jeher zusammengehört, so dass am Ende ein oszillierendes Gewebe spürbar wird, unendlich erweiterbar, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft miteinander spielen - und also leben - können, als wären sie nie durch Grenzen getrennt gewesen. Feinfühlig, behutsam und schrittweise verführen Regie und Spieler das Publikum, im Fremden das Vertraute zu entdecken, anderen Menschen und Schicksalen empathisch zu begegnen und den Gewinn zu spüren, der so entsteht: Zu Hause kann überall sein, wo Türen geöffnet werden.”
Theaterpädagogisches Material
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Weitere Informationen zum Stück beim
Theater Marabu