
Joseph Haydn: Streichquartett Es-Dur op. 33 Nr. 2
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett B-Dur KV 458 („Jagdquartett“)
Robert Schumann: Streichquartett a-moll op. 41 Nr. 1
Mit seinen Streichquartetten op. 33 aus dem Jahr 1781 schuf Joseph Haydn Werke, die einer ganzen Gattung zum Modell dienten und dafür sorgten, dass das Streichquartett als Inbegriff und Krone der Kammermusik angesehen wurde. Auf eine „gantz neu Besondere Art“ (Haydn) komponiert, ersetzten sie das im bloßen Begleitdienst einer Oberstimme stehende Satzgefüge durch die gleichberechtigte, „kunstreiche Verwebung der Viere“ (Robert Schumann), die zu einem dichten Gefüge stets neuer „BeziehungsWeisen“ führte. Auf diese epochalen Quartette reagierte Wolfgang Amadeus Mozart in den Jahren 1782 bis 1785 mit einer eigenen Werkgruppe von sechs Quartetten, die er seinem väterlichen Freund Haydn widmete. Dieser wiederum, kaum hatte er Mozarts Quartette gehört, sprach zu dessen Vater die denkwürdigen Worte: „Ihr Sohn ist der größte Componist, den ich von Person und den Nahmen nach kenne: er hat geschmack, und über das die größte Compositionswissenschaft.“
Nach einem ausverkauften Konzert in Londons berühmter Wigmore Hall schwärmte die „Strad“ im März 2002: „Ein Höhepunkt des Konzertjahres. Vorgetragen mit einem Brio und Wagemut, den andere Quartette kaum einmal aufbringen, war das Spiel der Henschels ebenso dicht an der Vollendung wie über jeden Zweifel erhaben. Magisch!“. 1995 gewann das Quartett bei den Internationalen Wettbewerben in Evian, Banff und Salzburg gleich fünf Preise für die besten Interpretationen von Mozart bis zu zeitgenössischen Werken. Im Jahr darauf folgten in Osaka der Gewinn des 1. Preises und die Verleihung der Goldmedaille. Gefeierte Debüts in den wichtigsten Musikzentren sowie ein umjubelter Einspringer für das Juilliard Quartet in Londons Wigmore Hall, von der BBC live übertragen, ebneten den Weg „in die 1. Liga der international führenden Quartettformationen“ (WAZ). Seine CD-Box sämtlicher Mendelssohn-Streichquartette erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik, wurde für die MIDEM Awards in Cannes 2006 nominiert, vom International MusicWeb zur „CD des Jahres 2005“ gekürt und erreichte 2006 und 2007 Platz 1 in den Top 10 der japanischen HMV Charts.
Christoph Henschel beim „Musikverhör“:
Hier sind die Antworten! (PDF-Datei)