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Abb.: Freitag, 24. November 2006, 20.00 Uhr

Bläck Fööss

- die kölsche Legende in Concert

Freitag, 24. November 2006, 20.00 Uhr

Forum (Großer Saal)

  Sitzplan:

Karten: 24,00/21,00/17,00/14,00 € Keine Ermäßigungen.

Sie sind eine Kölsche Institution - und das schon seit einer kleinen Ewigkeit. Die Rede ist von den Bläck Fööss, jener längst legendären Band, die bei ihrer jecken Premiere, gemäß ihrem ungewöhnlichen Namen, auf Schuhe und Socken verzichtete. Und plötzlich war Kölsch Kult! Selbst nach 35 Jahren haben sie sich die „nackten Füße“ noch nicht wund gelaufen, sondern touren erfolgreich als vokale Anwälte des Kölschen Grundgesetzes im Rheinland und teils weit darüber hinaus. Ganz gleich wo sie auftreten - schon nach wenigen Minuten schlägt auch das Herz ihrer Fans „Rut & Wieß“. Eine Hymne »met Hätz« - eine von vielen aus dem Repertoire jener Band, die mit »Mer losse dr Dom in Kölle« in den frühen siebziger Jahren erfolgreich neue Töne im »Kölsche Fasteleer« anschlug.

Dialekt-Songs sind so alt wie die Popmusik. Die Beatles brachten das breite Liverpool-Englisch nach Amerika, Mick Jagger importierte den Südstaaten-Akzent des Blues nach London... Im Rheinland jedoch wurde stets vornehm hochdeutsch gesungen - Dialekt gab es allenfalls in bayerischen Bierzelten. Bis, ja bis 1970 in Köln eine Gruppe antrat und kurzerhand auf »Kölsch« umsattelte - sprachlich, versteht sich... Unter dem Synonym »De Bläck Fööss«. Der Hintergrund: Der Name klang »englisch und kölsch zugleich«, so Erry Stoklosa, zusammen mit Peter Schütten und Hartmut Priess das Urgestein der Band. Seither sind immerhin dreieinhalb Jahrzehnte ins Land gezogen - und Kölsch ist noch immer Kult!

Dabei mussten die »Fööss« zuletzt einen harten personellen Einschnitt hinnehmen, als Willy Schnitzler nach der Session wegen unerträglicher Gelenkschmerzen die geliebte »Quetsch« aus der Hand legen musste. Aus personellen „Krisen“ ist die Band im Grunde jedoch immer gestärkt hervor gegangen. Wer mit dem Weggang von Mitbegründer und »Frontman« Tommy Engel 1994 bereits das Ende der Fööss besiegelt sah, musste sich schnell eines besseren belehren lassen. Die Legende lebte weiter - und wie...

Verstärkt durch Schlagzeuger Ralph Gusovius und Sänger/Gitarrist Kafi Biermann wirkte die Band schon nach kurzer Zeit homogener denn je. Hartmut Priess, Peter Schütten, Erry Stoklosa und »Bömmel Lückerath« - vier Kölsch-Pioniere, denen der Spaß an der Freud noch nicht vergangen ist. Selbst wenn der erzwungene Abschied von Willy Schnitzler (seit 1980 dabei) sicher aufs Gemüt drückte. „Ersatz“ fand die Gruppe aber bald in Andreas Wegener, einem absoluten Profi, der nach rund einem halben Jahr „harter, aber auch spannender Maloche“ (so der Keyboarder selbst) längst souverän den richtigen Ton findet und die vokale Bandbreite des Septetts mit einem noch ausgefeilteren Soundteppich unterlegt.

Womit die Fööss für die musikalischen Herausforderungen der nächsten Jahre gewappnet sind. Gemäß der selbst gesteckten Devise: „Luur noh vürre“. Oder, wie heißt es so treffend im Kölschen Grundgesetz, das die Fööss in geistvolle musikalische Form gegossen haben: „Et es, wie et es“, „Et kütt, wie et kütt“, „Nix bliev, wie et es“ und „Et hät noch immer jot jejange“.

geändert am 05.02.2010