• Kulturstadlev
  • Kulturbüro
  • Museum Morsbroich
  • Volkshochschule
  • Stadtbibliothek
  • Stadtarchiv
  • Musikschule
Impressum   Externer Link: Stadt Leverkusen
Abb.: Montag, 4. Oktober 2010, 11.00 Uhr bis  12.00 Uhr
Fotos: Ursula Kaufmann

Haram

Jugendstück von Ad de Bont
aus dem Niederländischen von Barbara Buri

Montag, 4. Oktober 2010, 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Forum (Studio)

Theater Marabu, Bonn
Inszenierung: Catharina Fillers
Es spielen: Bene Neustein, Julia Rehn, Philip Schlomm

Für Zuschauer ab 13 Jahren

Vorstellung wurde abgesagt.

 

Die Geschwister Houari, Aziza und Saïd leben seit ihrer Geburt in Westeuropa. Sie führen ein normales Teenagerleben. Ihre Eltern finden, dass man sich an die Gesellschaft anpassen muss - in dem Land, in dem man lebt. Doch plötzlich soll alles anders werden. Aufgeschreckt durch den Fall seiner Nichte Fatma, die auf de „schiefe Bahn“ geraten ist, kommt Vater Amar zu dem Schluss, dass es besser für seine Kinder sei, in seiner Heimat Marokko groß zu werden. Dort würden Werte wie Respekt vor den Älteren, Autorität und Glauben noch geschätzt. So beschließen die Eltern, aus dem gemeinsamen "Heimat"-Urlaub nicht zurückzukehren. Am letzten Ferientag erwartet die Kinder eine unangenehme Überraschung: Sie sollen in Zukunft mit der Mutter in Marokko bleiben. Für die Jugendlichen bricht eine Welt zusammen. Besonders Aziza ist verzweifelt und weigert sich, ein Leben nach den traditionellen Maßstäben der marokkanischen Gesellschaft zu führen. Sie flieht mit ihrem älteren Bruder ...

Ad de Bont ist einer der wichtigsten Autoren des Kinder- und Jugendtheaters in Europa. Seit 1982 leitet er das „Wederzijds“ Theater in Amsterdam. Seine Stücke wurden in mehr als 10 Sprachen übersetzt. In „Haram“ erzählt Ad de Bont die Geschichte einer marokkanischen Familie - von ihrem Leben zwischen zwei Kulturen und ihrer Suche nach Heimat und Identität - nach einer wahren Begebenheit.

"Der bald fünfzehnjährige Houari ist verzweifelt. Seine dreizehnjährige Schwester Aziza nicht minder. Wie in jedem Sommer haben sie mit der Familie die Ferien im Heimatland der Eltern verbracht: Marokko. Am Vorabend der Rückreise erfahren die Geschwister, dass sie nicht zurückkehren werden. Vater und Mutter haben nach monatelangen Überlegungen beschlossen, die Kinder in Marokko zu lassen.'Alles ist gut geregelt in Deutschland: Die Wirtschaft, das Sozialsystem. Aber die Freiheiten, die die Kinder haben, gehen zu weit', erklärt Vater Amar. (...) Das arabische Wort "Haram" ist nicht leicht zu übersetzen - es bedeutet so viel wie Schande, Tabu oder Schande. Das Stück von Ad de Bont erzählt von einer Familie zwischen zwei Welten. Schauspieler Bene Neustein, Julia Rehn und Philip Schlomm schlüpfen agil in verschiedene Rollen, sind Vater, Mutter, Onkel, Kinder zugleich. Dabei hilft ihnen das Kreppband. Sie kleben sich einen rechteckigen Raum zurecht, mal enger, mal weiter. Immer wieder stehen sie draußen, erzählen, teilen ihre Gedanken mit. Diese Inszenierung ist eine Melange aus Erzähltheater und Spielszenen. Immer mal wieder bedrückendes Innehalten, gefolgt von aufwallenden Wogen der Emotionen."
Generalanzeiger, Feuilleton vom 29.08.2009

Theaterpädagogisches Material  zum Download

Weitere Informationen siehe auch  Theater Marabu

geändert am 07.09.2010